Therapieoptionen Prostatakarzinom

Grundsätzlich gibt es vier Behandlungsmethoden:

1. Entfernung der Prostata

Radikale Prostatektomie nennt man die Operation, bei der die Prostata komplett mit den Samenblasen entfernt wird. Sie ist die traditionelle Behandlungsmethode bei einem diagnostizierten örtlich begrenzten Prostatakarzinom und wird schon seit mehreren Jahrzehnten angewandt. Seit einigen Jahren wird versucht, durch den operativen Erhalt der Nerven und Gefäße, die für die Potenz zuständig sind, die Erektionsfähigkeit nach der Operation zu erhalten. Da diese Nerven und Gefäße an der Prostatakapsel entlang ziehen, gelingt dies nur bei einem geringen Anteil der Patienten.

Um den Prostatakrebs zu besiegen, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden, die je nach Stadium und Fortschritt derErkrankung zusammen mit ihren Nebenwirkungen gegeneinander abgewogen werden müssen.

Um an die Prostata, die tief im Unterleib eingebettet liegt, heranzukommen, gibt es drei mögliche Zugangswege: Entweder setzt der Chirurg den Schnitt in die Bauchdecke, in den Damm oder er operiert endoskopisch (so genannte Schlüssellochchirurgie). Die endoskopische Operation kann auch mittels eines Roboters erfolgen (Da Vinci Methode). Eine radikale Prostatektomie zieht einen mehrtägigen bis mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt nach sich.

2. Strahlentherapie von außen

Zum einen die perkurative Strahlentherapie, bei der die Bestrahlung von außen durch die Haut über einen Zeitraum von mehreren Wochen erfolgt. Jede Bestrahlungseinheit dauert hierbei nur wenige Minuten. Die Standarddosis von 72 bis 80 Strahlungseinheiten (Gray, kurz: Gy) wird über einen Zeitraum von acht Wochen appliziert. Der Nachteil der externen Bestrahlung liegt darin, dass durch andere Organe hindurchgestrahlt werden muss, um die Prostata zu erreichen. Dadurch werden spezielle Nebenwirkungen an Blase und Enddarm verursacht.

3. Brachytherapie

Zum anderen die interstitielle Bestrahlung (Brachytherapie), bei der der Strahler direkt in die Prostata eingebracht wird, so dass die Bestrahlung von innen in direkter Nähe zum Krebsgewebe stattfinden kann. Dies wird bei Prostatakrebs im Frühstadium üblicherweise durch die Implantation von kleinen radioaktiven Stiften (Seeds) erreicht.

Die iBrachy-Therapie ist die standardisierte, interstitielle Brachytherapie auf erhöhtem Qualitätsniveau

Bei dieser permanenten Seedimplantation (Brachytherapie) bedarf es eines ca. 90-minütigen Eingriffs, um die Seeds zu platzieren. Diese verbleiben lebenslang in der Prostata und geben ihre Strahlung über einige Monate hinweg kontinuierlich ab. Die so erzielte Dosis beträgt 145 Gray.

4. Kontrolliertes Abwarten – Active Surveillance

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen ein Prostatakarzinom mit guter Prognose festgestellt hat, dann wird dieser Tumor unter Umständen gar nicht oder so langsam wachsen, dass er Ihnen nie Beschwerden machen wird. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung jedenfalls besteht dann kein Grund, sich einer Behandlung zu unterziehen, die die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Dennoch sollte der einmal entdeckte Tumor regelmäßig überwacht werden, damit bei Anzeichen einer Veränderung sofort reagiert und eine Therapie eingeleitet werden kann. Dieses Vorgehen nennt man Aktive Überwachung (Englisch: Active Surveillance). Dieses Vorgehen nennt man Aktive Überwachung (Englisch: Active Surveillance).Dieses Vorgehen nennt man Aktive Überwachung (Englisch: Active Surveillance).

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