Zurück in den Alltag nach der iBrachy-Therapie

Am Tag nach dem Eingriff

Egal ob ambulant oder stationärer Aufenthalt - finden eine Nachkontrolle, ein Verbandswechsel und ein Gespräch mit dem Operateur statt. Außerdem erhalten Sie einen Arztbrief für Ihren weiterbehandelnden Urologen. Wegen des Eingriffs und der einsetzenden Reaktion auf die radioaktive Strahlung sollten Sie sich in den ersten Tagen nach dem Eingriff schonen und auf schwere körperliche Arbeit verzichten.

Am Tag nach der Operation dürfen Sie nach der Entfernung des Verbandes duschen, allerdings sollten Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff das Baden und Schwimmen vermeiden. Auch von Saunagängen und extensivem Radfahren sollten Sie in den ersten vier Wochen absehen.

Etwa vier bis sechs Wochen...

... nach dem Eingriff erreicht die Strahlungswirkung der Seeds ihren Höhepunkt. Nun können Beschwerden wie Brennen im Afterbereich oder beim Wasserlassen sowie vermehrter Harndrang auftreten. Auch ein Anschwellen der Prostata und dadurch hervorgerufene Schmerzen sind möglich. Manchmal können auch Blutspuren in Urin oder Ejakulat beobachtet werden, die Sie nicht beunruhigen müssen. Machen Sie diese Beobachtung wiederholt oder längerfristig, sollten Sie sich zur Kontrolle mit dem behandelnden Urologen in Verbindung setzen.

Durch Medikamente können all diese Nebenwirkungen behandelt und gelindert werden.Ab der siebten Woche nach dem Eingriff lassen diese Reizungen erfahrungsgemäß nach.

Ihr Urologe vor Ort...

... wird ein weiteres CT vier Wochen nach dem Eingriff zur Kontrolle der Seed-Ablage vornehmen lassen. Die CTs werden hier in Berlin durch die Charité, Campus Virchow-Klinik, ausgewertet. Im Ergebnis zeigt diese Auswertung die Präzision der durchgeführten Implantation, indem die Übereinstimmungsrate der geplanten und der tatsächlichen Bestrahlung des Tumorgewebes ermittelt wird. Übereinstimmungsraten von über 90% sprechen für eine sehr hohe Präzision. Bei über 3000 behandelten Patienten liegen die Übereinstimmungsraten unseres Zentrums immer bei über 90%.

Darüber hinaus...

... sollte langfristig eine stetige Nachsorge durch die kontinuierliche Kontrolle Ihres PSA-Wertes erfolgen. Diese Nachsorgeuntersuchungen werden insgesamt 5 Jahre lang durchgeführt. Dadurch wird festgestellt, ob der Krebs vollständig entfernt wurde. Eventuell auftretende neue Wucherungen werden dabei sofort aufgespürt.

Lassen Sie Ihren PSA-Wert in den kommenden 5 Jahren wie folgt kontrollieren:

In den ersten beiden Jahren nach dem Eingriff: Kontrolle alle 3 Monate

Im 3. Und 4. Jahr nach dem Eingriff: Kontrolle alle 6 Monate

Ab dem 5. Jahr nach dem Eingriff: Kontrolle einmal jährlich
(normale Vorsorge)

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